Top-Themen

14/9/2010

Neue Überraschung in Asse: In der einsturzgefährdeten Atommülldeponie im deutschen Bundesland Niedersachsen sind rund 14 000 Fässer mit vermutlich mittelaktivem Atommüll entdeckt worden. Die Bergung der insgesamt 126 000 Fässer werde dadurch «nicht einfacher», zitiert der «Spiegel» eine Sprecherin des Umweltministeriums.

Erdbeeren aus Grönland: Der Klimawandel beschert Grönland südliche Temperaturen. Im vergangenen Sommer kletterte das Thermometer an mehreren Tagen über 30 Grad. Dadurch gedeihen in Grönland mittlerweile selbst Kartoffeln und Freilanderdbeeren. Neuste Messungen zeigen nun: Warmes, subtropisches Wasser trägt zur Gletscherschmelze bei.

10/9/2010

Bern, abstimmend: Die Stimmberechtigten der Stadt Bern können am 28. November über den Ausstieg des stadteigenen Werks Energie Wasser Bern (EWB) aus der Atomkraft abstimmen. Die Volksinitiative «Energiewende Bern» verlangt, dass bis 2030 die Beteiligungen an den AKWs Gösgen und Fessenheim (F) verkauft werden, der Gegenvorschlag des Gemeinderats sieht einen Ausstieg bis 2039 vor.

FCKW-Verbot, wirkend: Zwei ETH-Wissenschafter haben erstmals konkrete Hinweise gefunden, dass das seit 1989 gültige Abkommen zur Reduktion von Flurochlorkohlewasserstoff (FCKW), welcher die Ozonschicht zerstört, Wirkung zeigt.

Klimawandel, fliessend: Wer Al Gore’s Selbstdarstellung nicht mag oder «An Inconvenient Truth» schlicht zu lang fand, kommt beim Kurzfilm des deutschen Umweltbundesamtes auf die Kosten: «Beyond Climate Change – FLOW!», heisst das Werk. Prädikat: sehenswert.

8/9/2010

Boxenstopp erzwungen: Der Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel will neben seinem Haus im thurgauischen Ellighausen einen Swimmingpool und einen Tennisplatz bauen. Nun wehren sich Umweltorganisationen gegen dieses Ansinnen, weil der grösste Teil des Anwesens in einer Landschaftsschutzzone liegt.

Gen-Kartoffeln gestoppt: Im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern dürfen bis auf weiteres keine genmanipulierten Kartoffeln der Sorte Amflora mehr produziert werden. Dies, nachdem in Schweden nicht-zugelassenen Gen-Kartoffeln entdeckt worden waren. Die Amflora-Kartoffeln des Konzerns BASF produzieren eine grössere Menge einer Stärke, die in der Papier- udn Klebstoffindustrie gefragt ist. Die Kartoffeln sind in der Schweiz nicht zugelassen.

Uralt-Projekt Gorleben wiederbelebt: Durch die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke fallen 4400 Tonnen hochradioaktiven Abfall an. Das entspricht 460 Castor-Behältern, die quer durchs Land transportiert werden müssen – was bisher selten ohne massive Proteste vor sich ging. Zur Lagerung des strahlenden Mülls will der deutsche Umnweltminister Norbert Röttgen jetzt das Uraltprojekt Gorleben noch einmal durchleuchten lassen.

7/9/2010

Oh je, Frau Merkel: Die deutsche Bundeskanzlerin verkauft die Verlängerung der Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke als wichtigen Schritt ins «Zeitalter der erneuerbaren Energien». Dabei warnte der Sachverständigenrat für Umweltfragen der deutschen Bundesregierung schon im Mai 2009, grosse Mengen an Bandenergie seien «nicht kompatibel mit erneuerbaren Energien»

Ach, Herr Bäumle: Was Deutschland recht ist, soll der Schweiz billig sein, sagt sich der grünliberale Zürcher Nationalrat Martin Bäumle und kündigt im «Tages-Anzeiger» einen Vorstoss an, auch Schweizer AKWs mit einer Brennelementsteuer zu belegen und dafür länger laufen zu lassen. Angesichts der unbeschränkten Betriebsbewilligungen der fünf AKWs, einem halben Dutzend einflussreichen Atom- und über 30 ebensolchen Wirtschaftslobbyisten im Bundeshaus dürfte das nicht einfach sein.

Ach, Afrika: Ist der Klimawandel nicht «schuld» an den Bürgerkriegen in Afrika? Eine Studie der «National Academy of Sciences» in den USA kommt zu diesem Schluss – und widerspricht damit einer früheren Studie der gleichen Institution.

6/9/2010


Ausstiegs-Ausstieg: Die schwarzgelbe Regierungskoalition in Deutschland hat sich über einen Ausstieg aus dem Atomausstieg geeinigt. Demnach sollen die deutschen Atommeiler je nach Alter im Durschnitt rund 12 Jahre länger laufen dürfen, als 2001 von der rotgrünen Regierung beschlossen. Somit gehen die letzten AKWs erst 2040 statt 2025 vom Netz. Deutsche Umweltorganisationen rufen derweil für den 18. September zu einer Grossdemonstration in Berlin auf.

Oh, Monte Rosa: Die weitgehend energieautarke, von der ETH designte neue Monte-Rosa-Hütte zieht die Massen an. Der SAC rechnet bis Saisonende mit über 10 000 Besucherinnen und Besuchern. In der alten Hütte kehrten jährlich bloss 5000 bis 6000 ein. Da der Zugang wegen des schmelzenden Gornergletschers immer schwieriger wird, will der SAC nun mit einer Informationskampagne Turnschuhtouristen von der Tour abhalten.

Paradoxe Wälder: Wälder haben bei Hitzewellen eine viel geringere Kühlwirkung als bisher angenommen. Sie heizen stattdessen die Atmosphäre in einer ersten Phase zusätzlich auf. Erst mittelfristig kommt ihre kühlende Wirkung zum Tragen.

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