Joni Rutz: «Manche hängen in den Seilen»

Aufgezeichnet von Thomas Angeli
Beobachter 22/08

Als Barkeeper im Zürcher Bankenviertel bekommt Joni Rutz die Finanzkrise hautnah mit. Noch geben sich viele Kunden zwar cool, trotzdem macht sich Nervosität breit.

«Ja, der Alkoholkonsum hat sich verändert. Früher stiegen die Leute mit einem Bier ein und dann ziemlich schnell auf Longdrinks um. Heute wird viel mehr Bier konsumiert, wahrscheinlich weil es billiger ist.

Ich habe mein Geld zum Glück nicht in Aktien angelegt, das ist nichts für mich. Trotzdem muss ich mich ständig auf dem Laufenden halten, was an den Finanzmärkten so abgeht. Als Chef de Bar mitten im Zürcher Bankenviertel gehört das einfach zum Job. Schliesslich will ich mich ja mit den Gästen unterhalten können. Zu mehr als zwei oder drei Sätzen reicht es allerdings selten. Trotzdem kriegen wir die Finanzkrise hier im «Palavrion» voll mit. Sie ist zurzeit das Gesprächsthema Nummer eins bei unseren Gästen. Die sind im Durchschnitt zwischen 22 und 40, vielleicht 45 Jahre alt und arbeiten fast alle hier in der Nähe des Paradeplatzes in allen möglichen Banken: Kantonalbank, LGT, Julius Bär und natürlich bei den Grossbanken. Und nach Feierabend kommen sie zu uns.

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Über Thomas Angeli

Redaktor beim «Beobachter» in Zürich, Recherchetrainer
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